Männer I: HSG kassiert gegen Fuldatal die nächste Niederlage

Titelfoto: Vielseitig einsetzbar: Simon Gummich (Nr. 24) überzeugte auch vom Strafwurfstrich

Handballspielbericht Männer I.            (Bezirksoberliga)      Spiel vom 04.11.2018

HSG Lohfelden/Vollmarshausen –  HSG Fuldatal/Wolfsanger II   23  :  29   ( 12 : 19 )

Gut gekämpft – doch spielerisch reichte es wieder nicht!

Guter Ersatz: Christian Vogel (rechts im Bild) zeigte auch als Kreisläufer seine Qualitäten
Simon Gummich im Duell mit der Fuldataler Abwehrkette

 

 

 

 

 

 

Aus dem Handball – Ruhestand zum Goalgetter: Julian Recknagel (verdeckt) warf 6 Tore
Falk Merwar hier beim Versuch einer Spieleröffnung

Die lange Verletztenliste, als auch fehlende Durchschlagskraft aus dem Rückraum, dürften HSG-Coach „Kalli“ Wolff dazu bewogen haben Julian Recknagel vorübergehend aus dem Handball-Ruhestand zurück zu holen. Und in der Tat, Julian konnte die Hoffnungen des Trainers voll und ganz erfüllen. Durchsetzungsstark, entschlossen, und vor allem jederzeit mutig und torgefährlich, war Julian der Fixpunkt im HSG-Angriffsspiel. Nicht jeder Wurf war ein Treffer, dazu war auch der wieselflinke Gästekeeper Maximilian Döring viel zu stark, aber sechsmal hat es dann doch im Tor der Gäste nach Würfen von Julian geklingelt. Allerdings ein Schmetterling macht noch keinen Sommer und so vermisste man auf der parallelen HSG-Angriffsseite halblinks eine gleich starke Leistung. Zwar konnte man den dort standardmäßig eingesetzten Akteuren den Leistungswillen zu keinem Zeitpunkt absprechen, doch das Ergebnis blieb schwach. Nur Simon Gummich wusste auf diesem Posten neben seiner Strafwurfpräzision sporadisch zu gefallen. Positiv überrascht hat auch Christian Vogel auf der Kreisläuferposition, wo er die etatmäßig agierenden Stammkräfte sehr gut vertreten hat. Dennoch bleibt auch viel Raum für eine negative Kritik. So konnte die HSG zunächst eine 3:1 Führung erspielen, wurde dann aber sehr rasch auf den Boden der Realität zurückgeholt. Die favorisierte Gastmannschaft aus Fuldatal war den Wolff-Schützlingen in allen Belangen deutlich überlegen, zeigte den ideenreicheren Handball, spielte deutlich schneller und effizienter beim Torabschluss. Auch in puncto Athletik, Selbstvertrauen und Durchsetzungsstärke  gab es ein klares Plus. Ein 7:0 Lauf der Fuldataler brachte unsere HSG bereits nach 10 Spielminuten auf die Verliererstraße, dann traf Julian Recknagel beim 4:8 zum ersten Mal. Häufig wurde die offene 4:2 HSG-Deckung von den laufstarken Fuldatalern überspielt, so dass alle drei eingesetzten Torhüter keine Hand an den Ball bekamen. Etwas befreit vom eigenen Leistungsdruck aufgrund des klaren Rückstandes konnte unsere HSG in der zweiten Spielhälfte mit den Gästen mithalten, zeigte nun erhöhte Kampfbereitschaft, bessere Abschlussqualität und hatte im Tor mit Marcel Lohrbach einen in der Leistung um 100% gesteigerten Torwart , sodass der Rückstand bis zur 56. Minute auf 23:27 verkürzt werden konnte. Doch Konzentrationsmängel führten in der Endphase zu unnötigen Ballverlusten und verhinderten das doch noch mögliche bessere Schlussresultat.

Die Trainerstimme: „Wegen vieler Verletzungen konnte ich kein kontinuierliches aufbauendes Training absolvieren. Ich musste deshalb improvisieren. Die Mannschaft hat gut gekämpft, es hat gegen einen sehr spielstarken Gegner wieder nicht gereicht, aber ich weis, auch wir können besser spielen als wir es heute gezeigt haben. “
Karl Heinz „Kalli“ Wolff

Besondere Vorkommnisse: Marcel Lohrbach hält einen Siebenmeter

Strafwurfstatistik: Lohf/Vollm. 8/7 – Fuldatal/Wo. 7/5

Zeitstrafen: Lohf/Vollm. 7 –  Fuldatal/Wo. 5

Die Spielstände: 3:1,3:8,6:14,12:19 / 17:22,19:27,23:27,23:29

Es spielten:

Im Tor:     Marcel Lohrbach,  Nico Lohrbach, Felix Horch,

Im Feld:    Simon Gummich 9/6, Julian Recknagel 6/1, Christian Vogel 4, Falk Merwar 2,

Daniel Schmidt 1, Lukas Thamm 1, Jörn Battermann, Janis Löber,

Nicholas Rasch, Simon Thamm,

Trainer:        Karl Heinz Wolff

Co-Trainer:  Werner Manthei

Betreuer:     Leon Dudenhöfer, Fabian Fuchs

Bericht und Fotos: Herbert Schwarz